Kulturelle Landpartie 2019

In wenigen Tagen ist es wieder soweit, die Kulturelle Landpartie startet im Wendland. Auch dieses Jahr ist GENUVI wieder mit dabei in Prezier. Es gibt eine Posterausstellung, einige lebende alte Rassen zu bestaunen und unser erster Vorsitzender hält am Samstag, den 1.6 um 16 Uhr einen Vortrag zur Tiergestützten Intervention mit Schweinen  (Eintritt frei).

Am Abend des gleichen Tages findet dann die Jahreshauptversammlung wie bereits die letzten Jahre in Prezier statt.

Der Vorstand wünscht sich eine rege Beteiligung und freut sich über den Austausch mit anderen Mitgliedern über die alten Rassen.


GENUVI und EIP-Projekt ROBUSTPUTE

Unser erster Vorsitzender Dr. Jürgen Güntherschulze arbeitet seit Ende 2018 in einem EU-geförderten Zucht- und Forschungsprojekt in Niedersachsen auf dem Bauckhof in Klein Süstedt bei Uelzen mit. Am 1. Januar 2019 ist das auf 3 Jahre ausgelegte Projekt gestartet. Es geht dabei um die Entwicklung einer Wirtschaftlichen Öko-Putenkreuzung für den direkt vermarktenden Landwirt, finanziert von der EU und dem Land Niedersachsen. Koordiniert wird das Ganze vom Kompetenzzentrom Ökolandbau Niedersachsen GmbH (KÖN) in Visselhövede.

 

Hintergrund: Puten sollen zurück auf die kleinen Höfe. Dazu haben sich in Niedersachsen Biologen (wie unser 1. Vorsitzender), Landwirte und Tierärzte für dieses EIP-Projekt zusammengefunden, um innerhalb von 3 Jahren die Grundlage für die Zucht einer Pute zu legen, die wieder in die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die extensive Haltung und die Direktvermarktung passt, also eine kleinrahmige ROBUSTPUTE.

 

Gekreuzt werden hierzu kleinwüchsige Mastputen mit Puten-Hähnen alter und gefährdeter Putenrassen:

 

Cröllwitzer Pute und die Belgische Ronquieres Pute. Die Beschaffung der Altrassen, 8 einjährige Zuchtputer und 8 Hennen zur zusätzlichen Führung der aus den Kreuzungs-Bruteiern geschlüpften Putenküken ist Sache von Jürgen Güntherschulze, der den größten Überblick über extensiv gehaltene Robustputen in Deutschland hat.

 

Die erwähnten, besonders gefährdeten Ronquieres Puten-Bestände werden speziell von unserer Gesellschaft betreut und die Zuchten koordiniert.

 

Weitere Informationen und Projekt-Fortschritte werden in den kommenden GENUVI-Newslettern sowie hier in der Homepage veröffentlicht.



Bundesverdienstkreuz

Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt unser 1. Vorsitzenden von GENUVI e.V. , Herr Dr. Jürgen Güntherschulze, im November dieses Jahres, was auch eine enorme positive, psychologische Auswirkung auf die Arbeit und die Bedeutung von GENUVI besitzt:

 

Am 15.11.2018 wurde Herr Dr. Güntherschulze vom Bundespräsidenten aus den Händen der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Frau Manuela Schwesig, mit dem Übereichen des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland für sein jahrzehntelanges Engagement (über 40 Jahre) zum Schutz, zur Erhaltung und zur nachhaltigen Verbreitung alter und gefährdeter Nutztierrassen in der Orangerie des Schlosses Schwerin geehrt.

 In kaum einem Lebensabschnitt hatte Herr Güntherschulze`s Wirken nichts mit Tieren zu tun. Es gibt praktisch keine Fotos aus seiner Jugend , auf dem er nicht mit Tieren zu sehen ist. Sein Kindheitstraum „Zoodirektor“, der 1977 in Erfüllung ging mit der Funktion des stellvertretenden Zoodirektors im Zoo Dortmund, hat ihn immer beflügelt in seinem Wirken. Danach leitete er ab 1982 bis 1986 den Tierpark Neumünster, dann den Wildpark Lüneburger Heide und gründete 1989 Deutschlands ersten Haustier-Schutzpark in Warder Schleswig-Holstein, den er 2003 verließ, um in Büchen einen privaten Haustierpark aufzubauen und zu leiten. Von 2008 bis Ende 2017 war er Leiter des Haustierpark Lelkendorf in MV, bevor er dann zum 1.01.2018 in den Ruhestand ging.

 

Eine seine Leidenschaften wurde seit 1974 der Schutz der gefährdeten Indischen Tiger. Diese Leidenschaft trieb ihn mit mittlerweile 17 Reisen in die bekanntesten und auch entlegendsten Tigerschutzgebiete des Subkontinents bis heute um.

 

Mit der Promotion als Zoologe mit den Nebenfächern Botanik und Anthropologie spezialisierte er sich in den 5 erwähnten zoologischen Einrichtungen auf die Erhaltung vom Aussterben bedrohter Haus- und Nutztierrassen, gründete 1989 den ersten deutschen Haustierpark in Warder/Schleswig-Holstein , war Mitbegründer des „Rare Breeds International“ (RBI), des Weltverbandes (1988) zum Schutz und zur Koordination gefährdeter Nutztierrassen , er war einer der ersten Mitglieder der 1981 gegründeten „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.“ (GEH), ist Mitglied in zahlreichen Zoologischen Gesellschaften und gründete dann 2004 unsere Gesellschaft für internationale Nutztierrassen-Vielfalt in Deutschland e.V.“ (GENUVI e.V.). Seither ist er mit Herz und Leidenschaft 1. Vorsitzender von GENUVI.

 

Darauf ist der Vorstand stolz!


Afrikanische Schweinepest

Die Schlinge um Deutschlands Hals bezüglich der Afrikanischen Schweinepest zieht sich immer enger zusammen. Trotz vieler Warnungen ist nun passiert, was wohl ohnehin nicht mehr aufzuhalten sein wird: Die ASP ist aus Ost- und Südeuropa mit einem Riesen-Satz nach Belgien gesprungen und damit dicht an die deutsche Grenze . In der Gemeinde Etalle (Provinz Luxemburg) sind inzwischen 6 tote Wildschweine mit ASP gefunden worden.

Viel schlimmer noch ist der Umstand, dass damit bewiesen ist, dass der Mensch als Vektor daran Schuld haben dürfte. Und leichtsinnige oder gedankenlose Menschen gibt es überall, die zur Übertragung der ASP beitragen können und sich der Konsequenzen nicht im Klaren sind oder es Ihnen egal ist.

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Sonder Newsletter

Beigefügt finden Sie ein Schreiben von Herrn Lückhoff ( VDL )

an Herrn Carsten Träger ( MdB-SPD ) zur Diskussion über die Problematik “Wölfe und Schafhaltung” , in dem die Argumentation gut verdeutlicht wird.

Beurteilen Sie selber.

 

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PE 11.07. Antw.Schr. Carsten Träger_Wölf
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Kulturelle Landpartie 2018

Auch im Jahr 2018 nimmt GENUVI wieder an der Kulturellen Landpartie im Wendland teil.

In diesem Jahr mit einer Posterausstellung zu den verschiedenen Förderprojekten.

 

Auch die Jahreshauptversammlung findet am Samstag den 12. Mai in Prezier im Wendland statt. Der Vorstand wünscht sich eine rege Beteiligung und über einen Austausch mkit anderen Mitgliedern über die alten Rassen freuen.


Förderprojekt Klätschertaube

Als GENUVI die Information erhalten hat, dass ein weiterer Züchter der bedrohten Klätschertaube aufgibt und keinen Abnehmer für die gut 30 Tiere findet, wurde vom Vorstand lange überlegt, wie es denn möglich wäre diese Tiere kurzfristig unterzubrinegen.

 

 

Nach reichlich Überlegung wurde beschlossen, dass GENUVI diese Tiere zunächst aufkauft und auf dem Hof eines der Mitglieder unterzubringen.

 

 

 

Da die Kulturelle Landpartie kurz bevor stand, wurden die Tiere im Wendland untergebracht um sie dann von dort aus an Züchter zu vermitteln.

Weitere Informationen zu der Klätschertaube hier.

 


Kulturelle Landpartie 2017

Anlässlich zu der Kulturellen Landpartie 2017 sollte es wieder eine Ausstellung von GENUVI e.V. geben. Hierzu war zusätzlich zu einigen Informationen und Bildern eine “lebende” Ausstellung geplant. Dazu sind einige Tiere verschiedener Arten von Haustierpark Lelkendorf vorübergehend nach Prezier im Wendland umgezogen. Diese Tiere sollten auch an interessierte Züchter vermittelt werden.

 

Zusätzlich dazu wurden auch 30 Klätschertauben von einem Züchter erworben, der leider die Zucht aufgeben musste. Mit diesen Tieren soll eine Projekt für den Erhalt dieser seltenen Rasse gestartet werden.

 

 

 

Auch 2017 findet die Jahreshuptversammlung wieder in Prezier statt. Diesmal am 27.Mai. Der Vorstand wünscht sich eine rege Beteiligung und freut sich auf einen Austausch mit anderen Mitgliedern über die alten Rassen.

 

 


Kulturelle Landpartie 2016

Im Jahr 2016 nimmt GENUVI erstmalig an der Kulturellen Landpartie im Wendland mit einer Fotausstellung und Informationsmaterial teil.

 

Ebenfalls zu dieser Zeit findet die Jahreshauptversammlung statt, am 7.Mai.

 

Der Vorstand wünscht sich eine rege Beteiligung und fereut sich über den Austausch mit anderen Mitgliedern über die alten Rassen.


Hühnerküken von Tauben erbrütet

Die wilden Bankiva-Hühner sind etwas ganz Besonderes. Von dieser Wildart stammen alle Hühnerrassen der Welt ab. In 5 Unterarten ist das Bankivahuhn über ein riesiges Verbreitungsgebiet von Indien über Südchina, Laos, Kambodscha, Vietnam bis auf das Malaiische Archipel verbreitet und auch in so unterschiedlichen Gebieten Asiens domestiziert (zum Haustier gemacht) worden .

 

Allen Unterarten gemeinsam ist der Umstand, dass sie als tropische Tierart in Äquatornähe bei ganzjährig ähnlich gleichmäßigen Klimabedingungen keine streng saisonale Brutzeit haben und haben müssen. Dieses Verhalten zeigt auch die kleine freilaufende Population Bankivahühner im Haustierpark Lelkendorf. Schon im Januar legten die Bankivas Eier, die die Tierpfleger aber wegen häufiger Frosteinbrüche wegnehmen und angefroren zunächst verfüttern mussten.

Klätschertaube
Klätschertaube

Eine Idee von Revier-Tierpfleger Renaldo Deiß war deshalb:  Da das ganze Jahr hindurch und bei jedem Wetter unsere äußerst seltenen und vom Aussterben bedrohten tschechischen KLÄTSCHER-TAUBEN ihre Eier bebrüten  -  leider wie bei Tauben üblich immer nur 2 Stück  -  wurden testweise einigen Täubinnen das Gelege weggenommen und durch jeweils 2  ebenfalls nur „halb-hühnerei-große“ Bankiva-Eier ersetzt. Ergebnis: 100% Bruterfolg! Die 4 ausgewählten Ammen-Tauben brüteten 4 x 2 Bankiva-Hühnerküken aus. Natürlich wurden die frisch geschlüpften Hühnerküken aus den Taubennestern genommen, weil Taubenküken  beim Schlupf unbefiedert und Nesthocker sind und mindestens in den ersten 8 Lebenstagen mit einer hochgewürgten Kropfmilch von der Täubin gefüttert werden, während Hühnerküken schon am 2. Lebenstag selbstständig Körnerfutter suchen und fressen.

 

Auch wenn die daher notwendige Handaufzucht der Bankiva-Hühnerküken mühseliger ist als die Aufzucht der Küken durch eine Hühnerglucke, so stellt dieses „Taubenbrut-Notfall-Programm“eine mögliche flankierende Maßnahme zur Vermehrung dieser Wildart oder gefährdeter Hühnerrassen dar, wenn eine Naturbrut und Aufzucht aus irgendeinem Grund oder jahreszeitlich bedingt gerade nicht möglich ist.