Förderprojekt Klätschertaube


Bei der Klätschertaube handelt es sich um eine  alte Bauernhofstaube, die ursprünglich in Böhmen und Mähren und Schlesien entstanden ist. Sie werden auch als Bauernkröpfer bezeichnet.

 

 

Sie sind lebhaft und flugfreudig, dabei aber ortstreu, weshalb man sie ohne Probleme im Freiflug halten kann.

Zudem sind sie eifrige Brüter.

 

Mit den metallisch glänzenden Gefiederfarben sind sie ein Hingucker. Sie besitzen einen schlanken aufgerichteten Körper mit mittelhohen Beinen und einem birnenförmigen, zum Bauch sich verjüngenden Kropf. Der Schnabel ist ist weiß bis hell-rötlich und die Augen perlweiß.

 

 

Obwohl sich der Bestand von 1992 mit etwa hundert Tieren etwas erholt hatte, so kann in den letzten Jahren wieder ein Abfallen der Zahlen beobachtet werden.

 

Gründe dafür sind unter anderem Beutegreifer wie Waschbär und Raubvögel.Aber auch Autofahrer, die wenigvorsichtig sind. Hier trifft es vor allem die Jungtiere, die gerade das Nest verlassen haben und zwar schon fast so groß sind wie ihre Eltern, aber noch deutlich langsamer.

 

Eine weitere Gefahr sind zu viele Tiere an einem Standort durch zu wenige Züchter. Insbesondere dann, wenn diese die Tierhaltung aufgeben und sich niemand findet, der die Tiere übernimmt. Leider kommt es dann vor, dass die Tiere stattdessen geschlachtet werden.

 

 

Anfang 2017 gab ein weiterer Züchter auf und fand auf die Schnelle niemanden, der die Tiere übernahm. GENUVI kaufte die rund 30 Tiere auf um sie, mit mehr Zeit, an interessierte Züchter weiter zu vermitteln. 

 
Mit diesen Tieren wurde ein neues Projekt dieser gefährdeten, alten Feldflüchter-Taubenrasse 2017/2018 von GENUVI gestartet und wird ab 2019 künftig die wenigen Züchter mit ihren Zuchten aktiv unterstützen und die Verbreitung dieser Taubenbestände koordinieren.